Donnerstag, 29. September

Ich aber – wenig fehlte, so wären meine Füsse abgewichen, um nichts wären meine Schritte ausgeglitten.

Psalm 73,2

September
29
Donnerstag

Die richtige Sichtweise

Asaph, der Schreiber dieses Psalms, war ein gläubiger Mann. Doch er hatte ein Problem: Wenn er seine Mitmenschen betrachtete, die ohne Gott lebten, wurde er unsicher. War es wirklich der Mühe wert, sich gottesfürchtig zu verhalten, wenn die Ungläubigen in Saus und Braus lebten? Trotz ihrer Gottlosigkeit ging es ihnen gut. Sie besassen volle Kornspeicher, genossen Ehre von den Menschen und starben ohne grosse Schmerzen.
Können wir diese Situation nicht eins zu eins auf die heutige Zeit übertragen? Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer grösser. Passiert es uns da nicht, dass wir neidisch auf die Reichen blicken, die sich auf krummen Wegen mühelos ein Vermögen erworben haben? Kommt es nicht vor, dass wir mit unserem Los unzufrieden werden, obwohl uns Gott jeden Tag alles Nötige schenkt?
Asaphs Gedanken drehten sich im Kreis, bis er die Perspektive änderte: «Da dachte ich nach, um dies zu begreifen: Eine mühevolle Arbeit war es in meinen Augen, bis ich hineinging in die Heiligtümer Gottes und jener Ende gewahrte» (Psalm 73,16.17).
Aspah hatte seine Blickrichtung geändert! Er schaute nicht mehr auf die Menschen um sich herum, sondern nach oben zu seinem Gott. Als er die schreckliche Zukunft der Gottlosen sah, verschwand der Neid aus seinem Herzen. Gleichzeitig erkannte er neu, wie Gott für Ihn sorgte. Da wurde sein Herz von Freude erfüllt.

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